Montag 24. Juli 2017
05.04.2017

Sustainable Development Goal #11: Nachhaltige Städte und Gemeinden

Städte und Siedlungen sollen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestaltet werden. Dies eröffnet auch für Unternehmen viele Möglichkeiten.

Das SDG 11 "Nachhaltige Städte und Gemeinden" bietet einen globalen Zielrahmen, damit Städte den künftigen ökologischen und sozialen Herausforderungen gewachsen sind.

Unternehmen können in Zusammenarbeit mit Politik und Zivilgesellschaft einen großen Teil zur Zukunftsfähigkeit urbaner Räume beitragen.

Weltweit leben 53% der Menschen in Städten (worldbank 2015), wobei der Prozentsatz für Österreich sogar noch höher ausfällt. Hier sind es 66% der Bevölkerung, die in urbanen Gebieten wohnen (WKÖ 2017). Die Tendenz ist weiterhin steigend. Städte gelten als Wirtschaftszentren, Orte des Reichtums, der Innovation sowie der persönlichen Entfaltung. Gleichzeitig sind städtische Agglomerationszentren Orte von Umweltverschmutzung und sozialer Ungleichheit. Die Lösung sozialer und ökologischer Herausforderungen hängt stark von einer nachhaltigen Stadtentwicklung ab. Das SDG 11 bietet hierfür einen globalen Zielrahmen. Insbesondere für die Bauwirtschaft aber auch für Logistik, Energiewirtschaft und „green“/smarte Stadtprojekte ergeben sich unternehmerische Möglichkeiten.

 

Nachhaltige Stadtentwicklung als Chance für österreichische Unternehmen

 

Auch wenn die Gefahr durch extreme Klimaereignisse in Österreich (im Vergleich zu anderen Weltregionen) gering ausfällt, spielen ökologische Aspekte bereits heute eine große Rolle in der Stadtplanung. Wichtig ist die Verminderung von Abgasen, was zu einer Steigerung der Lebensqualität führt. Hierbei kommt dem Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel eine große Bedeutung zu. Auch Grünanlagen fördern die Lebensqualität in Städten, indem sie sich positiv auf das urbane Mikroklima auswirken. Sie verschaffen Städten in den Sommermonaten Abkühlung und können somit gesundheitlichen Problemen bei älteren und schwachen Menschen vorbeugen. Gleichzeitig stärken öffentliche Räume, wie Grünanlagen, den integrativen Charakter von Städten.

Aus ökonomischer Sicht beinhaltet nachhaltige Stadtentwicklung viele Chancen. Laut der Studie Better Business, Better World des BSCD ( Business and Sustainable Development Commission) liegen für Unternehmen in folgenden Sektoren besonders große wirtschaftliche Möglichkeiten bei der Umsetzung der SDGs, den 17 weltweit gültigen Nachhaltigkeitszielen:

  • Mobilität (2020 mrd. US $)
  • Gesundheitsversorgung (1650 mrd. US $)
  • Energieeffizienz (1345 mrd. US $)
  • Saubere Energie (1200 mrd. US $)
  • Bezahlbares Wohnen (1080 mrd. US $)

Schnell lässt sich hier erkennen, dass alle diese Sektoren für Stadtentwicklung von großer Bedeutung sind, was das wirtschaftliche Potenzial von Städten untermauert. Auch österreichische Bau- und Energieunternehmen tragen zu einer erfolgreichen Erreichung des SDGs 11 bei, wie folgende Unternehmensbeispiele zeigen.

 

Sto, Rigips und Aspern tragen bereits aktiv zur Erreichung des SDGs 11 bei

 

Sto Ges.m.b.H: Sto ist Technologieführer im Bereich Wärmedämmung. Somit fördert das Unternehmen die Klimaeffizienz von Gebäuden und hilft, die von den Städten ausgehende Umweltbelastung pro Kopf, zu senken. Damit trägt Sto aktiv zum Klimaschutz bei. Hier beschreibt Walter Wiedenbauer, Geschäftsführer von Sto Ges.m.b.H, den Unternehmensbeitrag zum SDG 11.
 

Saint-Gobain Rigips Austria GmbH: Das Unternehmen hat sich auf die Förderung und Verarbeitung von Gips, einem seit Jahrtausenden bewährten Baustoff, spezialisiert. Gips ist leicht und somit umweltschonend transportierbar. Außerdem ist dieser Baustoff zu 100% recyclebar, wie Peter Giffinger, Managing Director von Saint-Gobain Rigips Austria, in diesem Video erklärt.

 

Wien 3420 Aspern Development AG: Hierbei handelt es sich um ein ganzheitliches Projekt zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Dieser Stadtteil soll bis 2028 20.000 Menschen Wohnplatz bieten und 20.000 Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Großangelegte Grünflächen fördern die Lebensqualität und gleichzeitig sollen die energieeffizienten Gebäude Raum für innovative Unternehmen bilden. Künftig soll der Stadtteil als Bindeglied zwischen Wien und Bratislava fungieren und somit eine integrative Wirkung auf die Wirtschaftsregion CENTROPE ausüben.

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