Thursday 29. September 2016
26.06.2012

Global Compact Corporate Sustainability Forum

Unternehmen geben Bekenntnis zur "green economy" ab

Während die Ergebnisse der großen Rio+20-Konferenz noch heiß diskutiert werden, legen die Resultate des UN Global Compact Corporate Sustainability Forum bereits die Weichen für nachhaltige (Unternehmens-)Strategien in den nächsten Jahren.

Im Vorfeld der großen UN Conference for Sustainable Development, kurz auch Rio+20 genannt, fand von 15. bis 18 Juni 2012 in Rio de Janeiro das Global Compact Corporate Sustainability Forum statt, das Maurice Strong, der ehemalige Secretary General der UN-Konferenz von 1992, der Vorgängerkonferenz von Rio+20, gar als das wichtigste Event im Zuge von Rio+20 bezeichnete.

 

Global Compact Corporate Sustainability Forum - das Ergebnis

Rund 2.700 Teilnehmer, darunter 1.300 UnternehmensvertreterInnen diskutierten drei Tage lang in über 120 Sessions zu 6 Themen: Energie und Klima, Wasser, nachhaltige Landwirtschaft, nachhaltige Finanzwirtschaft, soziale Entwicklung sowie Urbanisierung und nachhaltige Städte.

 

In der Closing Session am 18. Juni wurden von prominenten Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik, wie etwa der Königin von Schweden, der dänischen Umweltministerin sowie zahlreichen CEOs namhafter Unternehmen die Ergebnisse der dreitägigen Konferenz bekannt gegeben. Das umfassende Gesamtdokument, das unter anderem konkrete Empfehlungen der Unternehmen an die Politik beinhaltet, kann hier eingesehen werden.

 

Commitments to Action

Während des Forums wurden auch etwa 200 Selbstverpflichtungen von Unternehmen zu sozialen, wirtschaftlichen und umweltpolitischen Themen verkündet. Die vollständige Sammlung finden Sie hier.

 

Zu den Ergebnissen des Corporate Sustainability Forums zählen u.a. folgende:

  • Allen voran hat das Lokale Global Compact Netzwerk aus Brasilien ein beeindruckendes Ziel erreicht: Über 200 CEOs von brasilianischen Unternehmen haben sich bereit erklärt, die 10 Bekenntnisse des Dokuments „Business Contributions to the Promotion of a Green And Inclusive Economy“ mit konkreten Aktionen bereits in diesem Jahr zu unterstützen.
  • Neue Rahmenbedingungen für Unternehmen, die bei der Entwicklung, der Implementierung und der Offenlegung von Handlungen und Strategien in den Bereichen Ökosysteme und Biodiversität helfen sollen, wurden eingeführt.
  • Über 70 Unternehmen, Regierungen und internationale Organisationen unterstützten die Green Industry Platform, eine Initiative um soziale und umweltpolitische Themen in Unternehmensentscheidungen zu integrieren. Dies soll durch eine effizientere Verwendung von Energie und Rohstoffen sowie den Gebrauch von neuen nachhaltigen Technologien erzielt werden.
  • Der weltweite Water Action Hub wurde präsentiert. Diese Online-Plattform wird Unternehmen, Regierungen, die Zivilgesellschaft, und andere Stakeholder auf einer Ebene verbinden, damit gemeinsam an Projekten auf Flussbecken- und Einzugsgebietsniveau gearbeitet werden kann.
  • Eine Plattform, welche durch die Women's Empowerment Principles (WEPs) an mehr Transparenz und Ausweisung von Geschlechter-Equality Themen arbeitet, wurde offiziell eröffnet. Die WEPs werden bereits von über 400 CEOs weltweit unterstützt.
  • Ein Best Practice Guide zum Thema Sustainable Energy for All für über 19 Industriesektoren wurde veröffentlicht.
  • Fünf Börsen – an der zurzeit mehr als 4.600 Firmen gelistet sind – haben sich selbst verpflichtet, nachhaltige Investitionen zu fördern.
  • Investoren haben sich zusammengeschlossen und fördern künftig die Integration von Nachhaltigkeitsthemen in Jahresberichten bei allen börsengelisteten oder großen privaten Unternehmen.
  • Eine European Best Practice Collection mit über 100 europäischen Unternehmensbeispielen zum Thema "green economy" wurde offiziell gelauncht. Hier gehts zum Download
  • Schließlich hat der Global Compact Dutzende neue Tools in den kernarbeitsbereichen veröffentlicht, die hier kostenlos heruntergeladen werden können

Auch wenn dies bereits eine beachtliche Sammlung an Policies, Aktionsplänen und Best Practice umfasst, waren sich die TeilnehmerInnen des CSF einig, dass noch viel mehr geschehen müsse, um eine nachhaltige Wende zu schaffen. Innovation und Kooperation mit allen relevanten Stakeholdern seien notwendig, um die unternehmerischen Nachhaltigkeitsaktivitäten auf das nächste Level zu heben.

Dokumente:
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