Samstag 3. Dezember 2016

EVN AG

Unternehmenssitz: Maria-Enzersdorf
Größe: Groß
Sparte: Industrie
www.evn.at

Kurzdarstellung Ihres Unternehmens

Die EVN bietet in ihrem Heimmarkt auf Basis modernster Infrastruktur Strom, Gas, Wärme, Trinkwasserver- sowie Abwasserentsorgung und thermische Abfallverwertung „aus einer Hand“. Weiters gehören der Betrieb von Netzen für Kabel-TV und Telekommunikation sowie das Angebot verschiedener Energiedienstleistungen für Privat- und Businesskunden sowie für Gemeinden zur Produktpalette.

Das Energiegeschäft im Ausland umfasst den Strom- und Gasverkauf an Endkunden in Deutschland, den Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien, die Stromproduktion und den -verkauf an Endkunden in Mazedonien sowie den Gasverkauf an Endkunden in Kroatien. Weitere Aktivitäten sind Wärmeproduktion und -verkauf an Endkunden in Bulgarien, die Beschaffung von Strom, Gas und anderen Primärenergieträgern, der Handel mit Strom und Gas auf Großhandelsmärkten. 

Mit der Übernahme einer deutschen Umweltdienstleistungsgruppe im Jahr 2003 konnte die EVN das Umweltgeschäft als zweites strategisches Standbein aufbauen und in ihr Geschäftsmodell integrieren. Mit über 100 Umweltprojekten verfügt die EVN über umfassende Expertise in der Planung und Errichtung von Trinkwasserver- und Abwasserentsorgungsanlagen, Entsalzungs- und thermischen Abfallverwertungsanlagen.

Rund 4,5 Mio. Kunden vertrauten im Geschäftsjahr 2014/15 auf die sichere Versorgung mit Energie- und Umweltprodukten sowie -dienstleistungen der EVN. Neben den direkt von der EVN belieferten Kunden werden im Umweltgeschäft der EVN rund 17,2 Mio. Kunden in verschiedenen Ländern Europas von den in den Bereichen Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung sowie thermische Abfallverwertung errichteten Anlagen versorgt.

In Summe ist die EVN aktuell in insgesamt 13 Ländern tätig. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden 52,0 % der Umsatzerlöse außerhalb Österreichs in den Märkten Mittel-, Ost- und Südosteuropa erzielt (Vorjahr: 50,4 %).


Was bedeutet CSR/Nachhaltige Entwicklung für Ihr Unternehmen

Die EVN fühlt sich einer nachhaltig orientierten Unternehmensführung verpflichtet und ist davon überzeugt, dass die angestrebte kontinuierliche Unternehmenswertsteigerung nur unter Einbindung aller relevanten Interessengruppen erreicht werden kann. Die Realisierung von Synergien zwischen verschiedenen Geschäftsfeldern im In- und Ausland unterstützt diese Ausrichtung. Die aktive und transparente Kommunikation soll dazu führen, dass sich die Unternehmenswertsteigerung in der Kursentwicklung der EVN Aktie widerspiegelt. In Verbindung mit einer attraktiven Dividendenpolitik wird eine angemessene Verzinsung des von den Aktionären eingesetzten Kapitals angestrebt.

 

Die EVN Wesentlichkeitsmatrix, die gemeinsam mit internen und externen Stakeholder erstellt wurde, zeigt die wichtigsten strategischen Handlungsfelder der EVN. Es sind dies jene Bereiche, die die größten Auswirkungen, Chancen, aber auch Risiken für das Unternehmen in sich bergen.

Folgende Handlungsfelder bilden die Schwerpunkte:

  • Versorgungssicherheit
  • Kunde/-in im Fokus*
  • Nachhaltige Unternehmenswertsteigerung
  • Verantwortungsvoller Arbeitgeber
  • Umweltschutz und Ressourcenschonung
  • Nachhaltige Energieerzeugung und Klimaschutz

Die EVN Wesentlichkeitsmatrix wird regelmäßig aktualisiert, um neue Entwicklungen und für die Anspruchsgruppen relevante Themen zu berücksichtigen. Sämtliche Unternehmenseinheiten sind involviert, um Maßnahmen und Ziele zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Handlungsfelder zu definieren. Das daraus resultierende CSR-Maßnahmenprogramm wird vom Vorstand beschlossen und durch die zuständigen Fachabteilungen umgesetzt.


Aktivitäten und Maßnahmen im Bereich CSR und Nachhaltigkeit

Nachhaltige Energieerzeugung und Klimaschutz

 

Die EVN erbringt durch den laufenden Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energieträger, durch effizienzsteigernde Maßnahmen sowie durch die umfassende Beratung ihrer Kunden zur Reduktion ihres Energiebedarfs einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele Österreichs. Zentrales Anliegen ist für die EVN dabei, eine möglichst hohe Versorgungssicherheit bei gleichzeitig möglichst geringen Umweltauswirkungen sicherzustellen.

Das Klimaschutzmanagement der EVN umfasst dazu unterschiedliche Initiativen und strategische Ansätze:

  • Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energiequellen (Wasser, Wind, Sonne, Biomasse und Biogas ): Die EVN hat sich das Ziel gesetzt, mittelfristig 50 % ihrer Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen zu generieren. Derzeit wird vor allem in den Ausbau der Windkraftkapazität investiert.
  • Steigerung der Energieeffizienz der eigenen Produktionsanlagen und Netze
  • Aktive Teilnahme an Innovations-, Entwicklungs- und Forschungsprojekten zur Entwicklung von neuen Methoden zur Strom gewinnung aus erneuerbarer Energie sowie von Methoden zur Senkung der Treibhausgasemissionen
  • Information und Beratung der Kunden zur Reduktion des Energiebedarfs
  • Sicherstellung regionaler Wertschöpfung durch Nutzung heimischer Energieträger Biomasse und Biogas
  • Aktive Teilnahme an der Einführung alternativer Fahrzeugantriebe (Elektro- oder Erdgasfahrzeuge)
  • Sensibilisierung von Öffentlichkeit und Mitarbeitern durch Bildungs- und Informationsveranstaltungen
  • Innerbetriebliche Maßnahmen, z. B. Ökologisierung der Beschaffung
  • Zum Umweltleitbild der EVN siehe unter https://www.evn.at/Downloads/EVN-Group/Verantwortung/CSR-Strategy/Umweltleitbild.aspx

Ausbau der Erzeugungskapazitäten aus erneuerbarer Energie

Die EVN investiert laufend in Projekte zur Verringerung treibhausrelevanter Emissionen. Die im Geschäftsjahr 2014/15 umgesetzten Initiativen haben die jährliche Einsparung der EVN um rund 68.300 Tonnen CO2 erhöht. Beispielhaft werden nachfolgend einige aktuelle Projekte vorgestellt.

Windkraft

Mit einer Gesamterzeugungskapazität von 250 MW (Vorjahr: 213 MW) gehört die EVN bereits heute zu den größten Windkraftbetreibern Österreichs. Um ihre Windkraftkapazitäten mittelfristig auf 300 MW weiter zu steigern und damit Emissionen in noch höherem Maß zu vermeiden, investiert die EVN laufend in neue Projekte:

  • Im Berichtsjahr wurde der bislang leistungsstärkste Windpark der EVN in Betrieb genommen: In den Gemeindegebieten von Prottes und Ollersdorf errichtete die EVN zwölf Windräder mit einer Gesamtleistung von 36,6 MW. Dies entspricht einer jährlichen Emissionsvermeidung von mehr als 55.000 Tonnen CO2.

Biomasse

Die EVN betreibt aktuell mehr als 60 Biomasseanlagen und ist damit der größte Naturwärmeversorger in Österreich. Insgesamt verwertet die EVN in ihren Anlagen pro Jahr ca. 1,5 Mio. Schüttraummeter Hackschnitzel. Auch in diesem Bereich wird laufend an Erweiterungen gearbeitet:

  • Eine jährliche CO2-Einsparung von 5.000 Tonnen bringt das neue Biomasse-Heizwerk der EVN in Korneuburg, das nach achtmonatiger Bauzeit im November 2014 in Betrieb ging und über ein rund neun Kilometer langes Fernwärmenetz Kunden in der Region mit umweltfreundlicher Fernwärme versorgt.
  • Die Klimabündnisgemeinde Mariazell profitiert neuerdings ebenfalls von einer jährlichen CO2-Einsparung von 3.300 Tonnen. Im November 2014 fand dort die offizielle Eröffnungsfeier für das neue Biomasse-Fernheizwerk statt, das von einem Gemeinschaftsunternehmen der Stadtbetriebe Mariazell und der EVN Wärme errichtet wurde.
  • Weitere 2.500 Tonnen CO2 pro Jahr können durch das im Dezember 2014 eröffnete neue Biomasse-Heizwerk in Leopoldsdorf eingespart werden.

Weitere Projekte

  • Mit dem „Energiewandler“ in ihrem Kraftwerk Theiß hat die EVN eine innovative Methode entwickelt, um Erzeugungsspitzen, die aus der Überproduktion von Strom aus Wind- und Sonnenkraft resultieren, zur Erzeugung von Wärmeenergie für das Fernwärmenetz der Stadt Krems zu nutzen. Durch den Einsatz des „Energiewandlers“ werden in Zukunft rund 1 Mio. m3 Erdgas eingespart und damit rund 2.500 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden.

Umsetzung des Energieeffizienzgesetzes in der EVN

Das Leitmotiv der EVN, „Energie vernünftig nutzen“, das auch Teil des EVN Logos ist, betont schon seit Langem, welch hohen Stellenwert das Unternehmen der effizienten Nutzung von Energie beimisst. Nach dem Motto „Nicht verbrauchte Kilowattstunden sind die günstigsten und umweltschonendsten“ hat die EVN ein Dienstleistungssortiment aufgebaut, das diesem Anspruch gerecht werden soll. Vielfältige Möglichkeiten der Energieberatung für Betriebe und Haushalte, die Installation von Photovoltaik-Anlagen, der Tausch von Wärmepumpen sowie effiziente Straßenbeleuchtung in Gemeinden sind nur einige Beispiele für Dienstleistungen, die die EVN zur Steigerung der Energieeffizienz für die unterschiedlichsten Kundensegmente anbietet.

Mit der im April 2015 eingeführten „EVN Bonuswelt“ liefert die EVN ihren Kunden zudem Anreize, nicht nur Energie zu sparen, sondern auch Produkte bzw. Geräte zu erwerben, mit denen die Energieeffizienz noch weiter gesteigert werden kann.

Die EVN sucht auch unternehmensintern laufend nach Möglichkeiten, ihren Energieverbrauch zu senken. Hier brachte ein Energieeffizienz- Ideenwettbewerb, bei dem alle Mitarbeiter aufgerufen waren, ihre Vorschläge einzubringen, viele neue Anregungen. Eine Maßnahme daraus ist die Installation von Photovoltaik-Anlagen auf Kleinkraftwerken, um deren Eigenstrombedarf zu decken. Ein anderes Beispiel sind Spritspartrainings für Mitarbeiter, die viel reisen und durch eine bewusstere Fahrweise den Treibstoffverbrauch der EVN insgesamt reduzieren helfen. Für tatsächlich umgesetzte Ideen wurden Prämien vergeben, die sich an den erzielten Einsparungen orientieren. Die EVN versteht die Auseinandersetzung mit dem Thema Energieeffizienz nicht nur als gesetzliche Verpflichtung, sondern vielmehr als große Chance, neue Märkte und Geschäftsideen zu entwickeln, neue Kooperationspartnerschaften aufzubauen und nicht zuletzt den Kundenkontakt zu intensivieren.

20 Jahre EMAS in der EVN

 

Im Jahr 1993 hat die EU das Öko-Audit EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) als freiwilliges Umweltmanagementsystem eingeführt. Ziel der EMAS-Verordnung ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess. Die damit verbundene Umweltzertifizierung gilt als weltweit anspruchsvollste und umfassendste ihrer Art. Neben einer internen Auditierung der Einhaltung von Gesetzen und Bescheidvorgaben werden unter anderem Maßnahmen zur Reduktion von Ressourcenverbrauch und Emissionen definiert. Die EVN startete bereits 1995 mit der Zertifizierung ihrer Kraftwerke gemäß EMAS. Damit war das Kraftwerk Theiß eine der ersten EMAS-zertifizierten Anlagen in Niederösterreich, kurz darauf folgte das Kraftwerk Dürnrohr.

Jüngstes Mitglied der EMAS-Familie der EVN ist das Wärmekraftwerk Korneuburg, das im März 2014 erfolgreich nach EMAS/ISO 14001 auditiert wurde. Damit stammen nun 100 % der Energie aus den Wärmekraftwerken der EVN in Niederösterreich aus EMAS-auditierten Standorten. Zudem unterliegen auch die Anlagen der EVN Wärme seit mittlerweile 15 Jahren diesem freiwilligen Umweltmanagementsystem. Die 46 bereits zertifizierten Anlagen werden laufend um neu errichtete bzw. übernommene Fernwärmeanlagen erweitert. So ist für die nächste externe Auditierung im Frühjahr 2016 die Aufnahme von drei Neuanlagen geplant.

Als weitere Ergänzung erfolgte im Geschäftsjahr 2013/14 der Planungsstart für die Einbindung der EVN Direktion in das EMASUmweltmanagementsystem. Im Frühjahr 2015 begann das Projektteam nun mit konkreten Arbeitsschritten wie der Festlegung der Systemgrenzen und der relevanten Prozesse.

Energiespeicherung und Demand Side Management

Die steigende, jedoch volatile Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Sonne verursacht einen erhöhten Bedarf an Flexibilität im Stromnetz, um Erzeugung und Verbrauch stets im Gleichgewicht zu halten. Durch aktives Demand Side Management (DSM) bzw. Last-Management kann der Energiebedarf der Verbraucher gesteuert und der aktuellen Stromerzeugung angepasst werden.

Die EVN beschäftigt sich schon seit Jahren mit diesem Thema und konnte nun erste Projekte erfolgreich umsetzen. Ein Beispiel dafür ist die Anwendung des Konzepts „Power-to-Heat“ im Projekt „Energiewandler“. Übersteigt das Angebot an Strom aus erneuerbarer Energie die Nachfrage, wird künftig mittels einer 5-MWAnlage Warmwasser produziert und im Fernwärmespeicher Theiß gespeichert. So kann die überschüssige Energie sinnvoll für die Fernwärmeversorgung der Stadt Krems genutzt werden.

Im Rahmen eines Smart-Grid-Projekts in Lichtenegg, Niederösterreich, erforscht die EVN die Kombination von Erzeugung, Energiespeicherung, Netzen und Verbrauch. Das optimierte Zusammenspiel der einzelnen Komponenten soll einen energie- und kosteneffizienten Systembetrieb ermöglichen. Ein Schlüssel zum Erfolg des Projekts wird in der Kommunikation der Systemteilnehmer gesehen; ein anderer in der Speicherung der Energie. Dafür kommt eine Vanadium-Redox-Flow-Batterie mit einer Leistung von 10 kW und einer Energiespeicherkapazität von 100 kWh zum Einsatz. Mit ihrer Hilfe werden die Einsatzmöglichkeiten eines Speichers für zukünftige Energiesysteme analysiert, um eine emissionsärmere Zukunft und einen effizienteren Energieeinsatz zu ermöglichen.

Eine weitere Aktivität im Bereich des Demand Side Managements hat die EVN auch in ihrem bulgarischen Tochterunternehmen gestartet: Das Projekt iUrban, das von der EU finanziert und im Zeitraum von Oktober 2013 bis September 2016 umgesetzt wird, zielt darauf ab, eine Lösung für intelligentes Energie-Management zu entwickeln. Die dafür entwickelte webbasierte Software, die sowohl bei Haushaltskunden als auch auf kommunaler Ebene eingesetzt werden soll, ermöglicht die intelligente Zusammenführung von Energieangebot und -nachfrage. Dazu werden Informationen über die Verbrauchsgewohnheiten der Kunden in einer Online-Plattform gesammelt und dann zur effizienten Steuerung der lokal erzeugten sowie verbrauchten Energie verwendet.

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

 

Aktivitäten und Initiativen des Personalwesens

 

Zu den wichtigsten Aktivitäten und Initiativen des Personalwesens, die im Geschäftsjahr 2014/15 fortgesetzt oder initiiert wurden, zählen unter anderem:

  • EVN Group Days 2015: Team-Building-Event für Führungkräfte
  • Aufarbeitung der Vollbefragung zur psychischen Beanspruchung am Arbeitsplatz in Österreich
  • Wandertag des Kultur- und Sportvereins im Rahmen der niederösterreichischen Landesausstellung
  • Weiterentwicklung des Feedback- und Orientierungsgesprächs (FOG) in Richtung verstärkter Ergebnisorientierung
  • Internal Branding in Mazedonien
  • Entwicklung von Gesundheitsprogrammen für Bulgarien und Mazedonien
  • Ferienbetreuung „Ferien@EVN“
  • Eltern-Kind-Büro
  • EVN Summer University (SUN) in Kooperation mit der Donauuniversität Krems
  • Diverse Trainee-Programme
  • Lehrlingsförderung der EVN
  • Konzernweiter Know-how-Transfer und Dialog
  • Führungskräftebegleitprogramm

 

Gesellschaft

Die EVN legt großen Wert auf eine effiziente und kundennahe Energieberatung. „Energiesparen“ ist dabei einer der wichtigsten Grundsätze der Beratungstätigkeit der EVN. Um die Energiekosten für armutsgefährdete Menschen spürbar zu verringern, haben Caritas und die EVN das gemeinsame Projekt „Armutsbekämpfung“ nach dem Prinzip „Train the Trainer“ erarbeitet. Sozialberater der Caritas werden dabei von EVN Energieberatern mit dem notwendigen Know-how und speziellen technischen Hilfsmitteln ausgestattet, um direkt im Haushalt ein Beratungsgespräch zum Thema Energiesparen durchzuführen. Durch die Energiesparberatung wird „Hilfe zur Selbsthilfe“ geleistet

.

Projekte zur Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für Energiefragen

Die gesellschaftliche Verantwortung der EVN kommt auch in speziellen Projekten für Kinder und Jugendliche zum Ausdruck. Wissenswertes zum breiten Themenfeld der Energie und der bewusste Umgang mit Energie standen dabei auch im Geschäftsjahr 2014/15 im Fokus.

„EVN Forscherwelt Alles Energie!“ – Durch experimentelles Lernen das Thema Strom entdecken

An 320 niederösterreichischen Volks- und Sonderschulen ist die „EVN Forscherwelt“, ein speziell von der EVN entwickeltes Lehr- und Lern-Paket zum Thema Strom, bereits im Einsatz. In der EVN Forscherwelt werden Phänomene der Elektrizität untersucht, Stromkreise gebaut, die Umwandlung von verschiedenen Energiequellen in Strom demonstriert und der sparsame Umgang mit Energie vermittelt. Die Forscherwelt beinhaltet Versuchsmaterialien für 25 Experimente, Versuchskarten mit Aufgaben, Lösungen und Anwendungsbeispielen aus der Praxis, ein persönliches „Forscherheft“ für jedes Kind sowie Informationen für die Lehrenden. Um die Lehrenden auf die Vermittlung des Themas „Elektrische Energie“ und den Einsatz der Experimente im Unterricht optimal vorzubereiten, bietet die EVN in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich für zumindest einen Pädagogen je Schule eine Begleitschulung zur Anwendung der EVN Forscherwelt an. 476 Pädagogen wurden seit Projektstart bereits in 25 solchen Workshops geschult. Insgesamt lernen und experimentieren im Zuge des Programms pro Schuljahr rund 27.000 Kinder mit der EVN Forscherwelt.

Lernen und Forschen bei der Kinder-Business-Week

Im Rahmen der 1. Kinder Business Week in St. Pölten von 20. bis 24. Juli 2015 waren Unternehmen eingeladen, unter dem Motto „Kinder erleben Wirtschaft hautnah“ ihr Unternehmen für Kinder zielgruppengerecht zu präsentieren. Die EVN veranstaltete dazu drei Ideenwerkstätten unter dem Motto „Elektrische Energie – Was ist das?“. Insgesamt nahmen rund 80 Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren daran teil und setzten sich eingehend und kreativ mit dem Thema auseinander.

 

EVN Sozialfonds

In ihrer Verantwortung gegenüber unterschiedlichen Stakeholder setzt die EVN auch außerhalb ihres operativen Kerngeschäfts zahlr eiche Initiativen. Der EVN Sozialfonds etwa, der mit jährlich 100.000 Euro dotiert ist, unterstützt nieder österreichische Institutionen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit.

Unterstützte Projekte 2014/15 EUR
Caritas – Let's move together! 7.500
Caritas – Mädchen sein – eine Welt in Pink? 7.000
Caritas – MO_TO – move together 8.000
Caritas St. Gabriel – Schulerfolg durch Chancengleichheit 8.000
Caritas – AnKICK Deutsch 6.000
Caritas – Gruppentraining sozialer Kompetenzen 7.000
Caritas – Kindern eine Stimme verleihen –
Kinderrechte & Lernhilfe
9.300
Jugendinitiative Triestingtal –
Interkulturelles Mädchencafé, Beratungsstelle ELEMENTS
6.000
Verein Soziales Wohnhaus Neunkirchen –
Mit allen Sinnen
1.500
Hilfswerk NÖ – FutureNet 10.000
Jugendförderung Neunkirchen – Girls Zone 2.0 2.000
Caritas – Get active – Partizipation und Demokratie 8.000
Caritas – Salam – Deutsch im Alltag 10.000
Caritas St. Gabriel – Turning Tables 10.000
Landesjugendheim Pottenstein –
Sozialpädagogische Elternarbeit
6.500
Diakonie – Open Learning Centre 10.000
Diakonie – UMF Fußball 10.000
Gesamt 126.800

 

Über die Auswahl der Förderprojekte entscheidet ein Expertengremium, das sich zweimal pro Jahr trifft. Die Empfehlungen an den Vorstand der EVN zur Mittelverwendung erfolgen einstimmig. In der Berichtsperiode wurden 17 Projekte ausgewählt. Auch im Ausland engagiert sich die EVN und fördert insbesondere Kindergärten und -heime sowie Schulen in Bulgarien, Mazedonien und Kroatien.

 

Verantwortungsvoller Geschäftspartner

Die schrittweise Implementierung von Nachhaltigkeitskriterien bei der Auswahl der Lieferanten und ihrer Produkte nimmt in der CSR-Agenda der EVN einen hohen Stellenwert ein, um eine nachhaltige Ausrichtung der Beschaffung zu erzielen. Dabei spielt der ontinuierliche Dialog mit den Lieferanten eine wichtige Rolle. Eine Integritätsklausel für Lieferanten definiert die Richtlinien der nachhaltigen Beschaffung und die Aufgaben und Pflichten der Lieferanten in elf Punkten. Sie gilt für alle Lieferanten (100 %) und ist auf der Homepage der EVN für alle Investoren, Investitions- und Beteiligungspartner, Auftragnehmer und Stakeholder abrufbar (siehe www.evn.at/Integritaetsklausel). Die Integritätsklausel liegt jeder Bestellung und Ausschreibung bei und wird dadurch immer zum Vertragsbestandteil.

 

Seit dem Geschäftsjahr 2011/12 wird, insbesondere bei der Beschaffung von Risikoprodukten, eine zusätzliche Checkliste den Ausschreibungen beigelegt, die weitere Informationen hinsichtlich der Umweltverträglichkeit und Wiederverwertbarkeit der Produkte,

der Verpackung sowie zu Zertifizierungen der Hersteller liefern soll. Der Kontrollbogen dient dazu, die Überprüfung der Lieferanten auf

Einhaltung und Erfüllung der Integritätsklauseln zu vereinheitlichen. Seit seiner Einführung wurden bereits die wichtigsten Lieferanten der EVN einer diesbezüglichen Kontrolle unterzogen.

 


Weitere Angaben

Zuständig für CSR im Unternehmen?
CSR-Lenkungsausschuss - Unternehmensführung, CSR-Beratungsteam und CSR-Verantwortliche in allen Unternehmensbereichen

Link zum CSR-Profil auf der Webseite
https://www.evn.at/verantwortung

Link zum formalisierten Dialog mit Anspruchsgruppen
https://www.evn.at/EVN-Group/Verantwortung/Gesellschaft/Stakeholderdialog.aspx

Kommunikation mit den Anspruchsgruppen
https://www.evn.at/EVN-Group/Verantwortung/Gesellschaft/Stakeholderdialog.aspx

Datum des letzten Nachhaltigkeitsberichts
30.09.2015

Link zum Nachhaltigkeitsbericht
http://evn.unternehmensberichte.net/reports/evn/annual/2013/gb/German/0/home.html


Mitglieder

 
2016 © respACT
austrian business council
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